Webcamfotografie

Durch herumstöbern auf verschiedenen Websites und Foren zum Thema Astrofotografie bin ich über das Thema Webcamumbau gestolpert. Ich begann mich ein wenig damit auseinanderzusetzen. Je mehr ich darüber wusste, desto mehr bekam mich die Idee mir selbst soetwas zu bauen. Dabei brach ich in Erfahrung, dass eine Kamera mit einem CCD-Chip nötig sei. Das Problem ist, fast alle handelsüblichen Webcams auf dem Markt haben heute einen CMOS-Chip.

Diese Problem machte mir gleich etwas Kopfzerbrechen. Ich suchte auf diversen Websites nach Modellen, welche noch einen CCD-Chip haben. Mein Erfolg blieb mässig, besser gesagt, die Resultate, welche ich fand, waren alte, nur noch aus zweiter Hand erhältliche Kameras. 

Ich begann dann, mit der Suche nach Erfahrungsberichten mit CMOS Kameras. Nach etlichen Aussagen, dass dies nicht funktionieren kann, fand ich auch ein oder zwei Einträge, welche von guten Erfahrungen mit CMOS berichteten. Ich entschloss mich also, mir eine aktuelle Kamera mit CMOS-Chip zu kaufen, um selbst herausfinden zu können, ob ich wirklich eine CCD Kamera benötigen würde. 

Ich entschied mich für die Logitech C310 für knapp CHF 50.-

Die Bilder zeigen den Umbau, um die Kamera an das Teleskop zu stecken. Langzeitaufnahmen sind meines Wissens noch nicht machbar. Da ich aber Primär gute Planeten oder Mondfotografien damit machen will reicht es erstmals. 

Beim Kameraumbau habe ich erst in eine handelsübliche Filmhülse, welche ich in einem Fotofachhandel (ja leider hatte ich zuhause keine mehr) bekommen habe, ein Loch geschnitten, durch welches nachher das Licht auf den Chip gelangen sollte. Ausserdem musste ich die im Durchmesser grössere Kante abschneiden, da ich die Hülse sonst nicht in meinen 1.25" Adapter stecken konnte.

Danach habe ich meine neue Kamera genommen und diese sorgfältig auseinander geschraubt. Die Platine sass hinten, wo das Kabel durchkommt etwas fester. Sie musste aber herausgelöst werden, da die Linse von hinten an die Platine geschraubt war. Wichtig war auch noch, das LED abzudecken, welches direkt neben dem Chip war, damit kein Fremdlicht auf den Chip gelangen konnte. Dies erwies sich aus Platzgründen aber etwas kniffliger. Isolierband funktionierte deshalb nicht wirklich. Ich nahm also einen wasserfesten Schwarzstift und bemalte das LED. Um zu kontrollieren ob auch alles abgedeckt war, steckte ich die Kamera an den Computer, beim abdunkeln des Raumes war schnell zu erkennen wo noch Licht durchkam. 

Als dies dann auch erledigt war, konnte ich die Kamera wieder montieren. Sorgfalt war vor allem in der Nähe des nun offen liegenden Chips wichtig. Am Schluss konnte ich die Filmhülse darauf kleben und hatte sogar einen Schutzdeckel für das ganze.


Um die Videos aufzunehmen verwende ich momentan noch eine Testversion von BTV. Die Software ist von Bensoftware.

Ich werde mir Voraussichtlich BTV Pro kaufen, sofern ich keine bessere Software für Mac OSX finden werde. 

 

Als Stacking Programm verwende ich Lynkeos. Ob ich bei dieser Software bleiben werde, muss sich noch herausstellen. Da ich erst im Anfangsstadium bin, kann ich noch nicht sagen, ob sie ausreicht. Das wird sich mit der Zeit herausstellen. 

Jupiter

Dies ist das Resultat, welches ich aus dem Video gestackt habe. Dafür benutze ich Lynkeos, ein stacking Programm für Mac OSX. Da dies mein erster Versuch war, müsst ihr die Qualität des Bildes entschuldigen. Für den Anfang gefällt es mir aber recht gut.