Der letzte Tag sollte entspannter ausfallen: Ein kurzer Ausflug und das erste Packen für die Rückreise am Donnerstag standen auf dem Programm.
Unsere Tagesroute war eher kurz geplant – wir wiederholten die Route vom ersten Tag: zunächst in Richtung Grindavík, dann weiter über die Strassen 425 und 44, bis der Kreis zurück zum Hotel geschlossen war.

Aufgrund des äusserst guten Wetters sowie des schwachen Windes an diesem Tag konnten wir den Ausflug etwas mehr geniessen als am ersten Tag. Wir konzentrierten uns deshalb auch ein wenig auf Ausfahrten und Spots, die wir am ersten Tag noch nicht genauer betrachtet hatten.

Ein Dessert musste ich zum Abschluss noch probieren: Hákarl, kurz gesagt fermentierter Grönlandhai, wird zusammen mit dem Kümmelschnaps Brennivín serviert. Man muss ihn nicht zwingend mögen, aber er ist eine Erfahrung wert.

Im Hotel gab es die Möglichkeit, einen Aurora-Call zu erhalten – dieser kam immer, wenn die Polarlichter zu sehen waren. Wir hatten an den Vorabenden bereits die ein oder andere Beobachtung gemacht. Ich hatte also bereits das ein oder andere Foto geschossen und konnte die Polarlichter inzwischen auch gut mit blossem Auge beobachten. So entschied ich mich, an diesem Abend – bis dahin gab es noch keine Calls – lediglich die Sterne zu fotografieren. Dafür wählte ich als Beobachtungsort das runde Gebäude leicht nördlich vom Hotel; es schirmte auch die Beleuchtung des benachbarten Geothermiekraftwerks ab. Dabei war es mir dann möglich, eines der kontrastreichsten Ereignisse zu sehen.

In der Nacht gab es von da an auch den ein oder anderen Aurora-Call und ausreichend Zeit, in Persona vor dem Polarlicht abgelichtet zu werden. So erhielt Tanja schliesslich auch ihr persönliches Bild mit dem Ereignis direkt vor dem Hotel.
